Patenbrief

 

Wir über uns  

Der Tierschutzverein Bad Lauterberg im Harz und Umgebung e. V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich mit großem Engagement dafür einsetzt, in Not geratenen Tieren zu helfen. Dabei stehen uns die Polizei, das Ordnungsamt unserer Stadt und das Veterinäramt in Osterode hilfreich zur Seite.

In diesem Zusammenhang bitten wir auch die Bevölkerung um Mithilfe bei der Abstellung von Tiermisshandlungen und Feststellung von Misspflege. Bitte wenden Sie sich in solchen Fällen an den Tierschutzverein (Telefon 0 55 24/ 80 842 und 10 53). Ihrer Anzeige wird sofort nachgegangen.

Wir nehmen uns der Tiere an und sorgen für ihr Wohlergehen. Zu diesem Zweck verfügen wir über folgende Möglichkeiten: Für herrenlose Katzen haben wir drei Katzenhäuser, eines auch mit Freigehege, wo vorübergehend die Tiere betreut oder kranke und verletzte Tiere gesund gepflegt werden, bis wir einen geeigneten neuen Besitzer gefunden haben.

Ein großes Problem sind die vielen Katzen, die sich durch Uneinsichtigkeit oder durch Gleichgültigkeit unkontrolliert vermehren. Sie werden zwangsläufig zu Freigängern und "Wildlingen", die mühevoll mit einer Falle gefangen werden müssen. Sie werden nach der Kastration an freien Futterstellen wieder ausgesetzt, da sie sich nicht mehr eingliedern lassen. Diese Futterstellen werden ehrenamtlich von Mitgliedern betreut.

Für Hunde haben wir Pflegestellen und eine Zwingeranlage.

Kleintiere, wie Springmäuse, Hamster, Zwerghasen, Kaninchen, Meerschweinchen, Vögel, Schild-kröten und Igel finden vorübergehend Aufnahme bei der Familie Weber in Steina, wo sie dann weiter vermittelt werden und ständig werden es mehr.


Menschlichkeit...
ein weiter Begriff

Der Begriff Menschlichkeit als Nächstenliebe, besonders bei Katastrophen, wurde schon oft kom-mentiert, die Medien berichten darüber in solchen Fällen mehrmals am Tage, um das über einen längeren Zeitraum. Wir alle neigen dazu spontan zu helfen und Gelder zur Verfügung zu stellen. Durch die Mithilfe bekannter Persönlichkeiten kommen dann erfreulicherweise oftmals Millionenbeträge zusammen. Doch erleben wir mal Aufrufe der Medien oder der Veranstalter, den Tieren in Not zu helfen? Sicher nicht, denn Tiere haben keine Lobby.

Wir als Tierschutzverein erleben jeden Tag hautnah das Elend weggeworfener oder geschundener Kreaturen. Sie haben vor uns die Erde bewohnt. Wir haben sie uns zum Untertan gemacht, und damit haben wir auch die Verpflichtung, für sie zu sorgen.

Wie sieht es also aus mit unserer Menschlichkeit und der Opferbereitschaft
den Tieren gegenüber?

Gehört es nicht auch zur Menschlichkeit, den uns anvertrauten Geschöpfen zu helfen?

Medien berichten zwar darüber, dass der Tierschutzbund über große Summen Spendengelder verfüge. Das mag möglich sein, denn die Aufgaben des Tierschutzbundes sind mannigfaltig und "überparteilich". Doch kleinere Vereine profitieren davon nicht.

Wir benötigen keine Unsummen, doch auch wir brauchen Geld für die Behandlung, Unterbringung und Verpflegung. Allein diese Kosten, die sich jährlich in fünfstelligen Zahlen bewegen, müssen ausschließlich aus Mitgliederbeträgen und Spenden finanziert werden.

Im November 2002 haben wir mittels der Verteilung einer Broschüre den Versuch unternommen, insbesondere auf das "Katzenelend" aufmerksam zu machen (siehe unsere Homepage unter "Aktionen" vom 16.11.2002). Hier ist unsere Hilfe besonders von Nöten.

Wir bitten nochmals alle Katzenbesitzer, bitte lesen Sie diesen Artikel noch einmal nach und lassen Sie auch Ihr Tier kastrieren. Sie tragen dazu bei, viel Elend und Kosten zu vermeiden.

Jeder hat lebenslang Verantwortung für das, dessen Vertrauen er sich erworben hat!

Durch das Problem der leeren Kassen unserer Kommunen wird die Bereitschaft zu mehr Eigen-initiative und Verantwortung in unserer Gesellschaft größer. – Doch auch die Verantwortung für die Tiere sollte dazu gehören. – Sie sind es, die uns bedingungslos vertrauen und – sofern wir es zulassen – täglich Freude bereiten.

Als Tierschutzverein ersparen wir mit unserer persönlichen, ehrenamtlichen Arbeit, den Beiträgen unserer Mitglieder und mit Hilfe von Spenden, unserer Stadt Bad Lauterberg seit Jahrzehnten erhebliche Kosten. Das war bislang wichtig und hat bei der heutigen Finanznot besondere Bedeutung. Damit leisten wir und alle, die sich hier engagieren, einen großen Beitrag in unserer Gesellschaft.

Wir appellieren an Sie:

bitte helfen Sie mit einer Spende oder werden Sie Mitglied bei uns!

Unsere Konto-Nummer: 606 46 53 bei Sparkasse Osterode am Harz, BLZ: 263 510 15.

Wir bedanken uns im Namen der Tiere bei allen, die uns helfen wollen bzw. schon in der

Vergangenheit geholfen haben!


Jahreshauptversammlung
Tierschutzverein Bad Lauterberg
und Umgebung e. V.

11. Juni 2008

Begrüßung

Ich möchte Sie recht herzlich begrüßen und allen einen guten Abend wünschen. Wieder ging ein Jahr - oder vielmehr zwei - vorüber und wenn man zurückblickt, dann ist die Zeit so schnell verflogen, dass man unzufrieden ist mit dem, was man alles in diesem Jahr nicht erledigen konnte.

Jeder Tag war ausgefüllt mit Arbeit. Denn Tierschutz zu betreiben ist ein nicht endendes Bemühen - man kann immer nur das Notwendigste tun. Deshalb freue ich mich über den ihren Besuch zu unserer Versammlung. Ich sehe darin ein begrüßenswert positives Interesse an unserer Vereinsarbeit.

Jahreshauptversammlungen sind im Allgemeinen keine sehr unterhaltsamen Ereignisse. Aber sie sind wichtig, denn ein Verein bedarf der Führung und Verwaltung, deshalb wollen wir heute Abend wichtige Dinge zusammen besprechen und neu bestimmen.

Einladung und Feststellung der Beschlussfähigkeit

Eine ordnungsgemäße Einladung hat am 27. Mai 2008 im Harzkurier und auf unsren Internetseiten gestanden, so dass Sie Gelegenheit hatten, sich mit den aktuellen Themen des heutigen Abends bekannt zu machen. Es sind genügend Mitglieder anwesend.

Ich stelle hiermit die Beschlussfähigkeit der Versammlung fest. Anträge zur Tagesordnung sind nicht eingegangen.

Tod

Es obliegt mir vor Eintritt in die Tagesordnung eine besonders traurige Pflicht.
Am 18 Juni 2006 verstarb unser Mitglied Frau Hildegard Schumann. Frau Schumann war nicht nur unser Mitglied, Sie war uns eine Freundin, manchmal unser Ratgeber und eine Sponsorin von großer Herzensgüte. Für unsere Sorgen und Nöte hatte Sie immer ein offenes Ohr.

Am 13. Februar 2008 mußten wir von Wolfgang Weber, einem engagierten Mitglied und großen Tierfreund ebenso Abschied nehmen.

Wir werden nun ohne sie auskommen müssen und möchten uns zu ihren Ehren von den Plätzen ergeben. Ich danke Ihnen.

Unser Verein führt den Namen TSV Bad Lauterberg. Wir sind zuständig für die Ortsteile Barbis, Bartolfelde, Osterhagen, Bad Lauterberg und zum Teil für St. Andreasberg.

Unser Verein wurde 1938 mit teilweisen Unterbrechungen im Vereinsleben gegründet. Wir sind Mitglied im Landesverband Hannover, dem Verband Niedersächsischer Tierschutzvereine und dem TSV in Bonn.

Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

1. Vorsitzende
Helga Brille

2. Vorsitzende
Thea Hartung

Schatzmeister
Frau Henkel

1. Kassenprüfer
Frau Ringel

2. Kassenprüfer
Frau Fischer

und dem Beirat

Jahresbericht 2007 / 2008

Dieser Geschäftsbericht ist im wesentlichen die Fortführung des voran gegangenen Geschäftsberichtes! Er soll Ihnen einen kurzen Überblick über die Schwerpunkte unserer Arbeit im letzten Jahr geben, mit einem kurzen Überblick für unsere neuen Mitglieder.

Seit dem 21. Juni 2005 sind wir auch durch die öffentliche Bekanntmachung im Harzkurier offiziell Fundtierbehörde mit allen Rechten und Pflichten.

Gemäß § 10 unserer Satzung ist der Vorstand verpflichtet, mindestens einmal jährlich eine Jahreshauptversammlung einzuberufen. Dem sind wir hiermit nachgekommen. Leider konnte ich im letzten Jahr keine Versammlung abzuhalten, bedingt durch private, tragische Ereignisse.

Es fanden jedoch Vorstandssitzungen statt. Eine Beratung beim zuständigen Amtsgericht in Herzberg hat ergeben, dass alles rechtskräftig verlaufen ist. Soviel als Erklärung für den Ausfall der letzten Versammlung.

Im Normalfall finden Besprechungen des Vorstandes je nach Bedarf statt, ebenso mit dem Ordnungsamt, um bestimmte Problemfälle in und um Bad Lauterberg zu lösen. Hervorheben möchte ich noch die gute Zusammenarbeit mit der Polizei, dem Kreisveterinäramt und der örtlichen Feuerwehr!

Nachdem der Orkan Kyrill unsere Unterkunft für Hunde in den Bühwiesen total zerstört hat, war guter Rat teuer.
Nach vielen Gesprächen mit dem Ordnungsamtleiter Herrn Johnen und Herrn Matzenhauer wurde im Dietrichstal auf stadteigenem Gebiet eine neue Anlage erbaut mit Laufwiese und kleinem Wasserwerk für uns.

Dabei möchte ich die Sorgfalt hervorheben mit der diese Anlage durch den örtlichen Bauhof für uns errichtet wurde. Ein eigener befahrbarer Weg – extra für uns angelegt mit nächtlicher Beleuchtung – rundet das Bild ab. Denn häufig werden die Ausreißer oder ausgesetzten Tiere erst abends oder nachts aufgegriffen.

131 Katzen haben im letzen Jahr in unseren Katzenhäusern Aufnahme gefunden. Das sagt man so leicht dahin, doch ich glaube jeder von Ihnen, der selbst Haustiere besitzt, kann ermessen wie zeitaufwändig die Pflege dieser ausgesetzten, verletzten und geschundenen Tiere ist.

Häufig sind diese Katzen über Wochen und Monate bei uns bis sie wieder vermittlungsfähig sind. Die Dankbarkeit dieser Tiere nach wochenlanger Pflege entschädigt uns für Vieles. Freigänger und so genannte Wildlinge müssen wir mit einer Falle fangen. Diese mit der Falle gefangenen Tiere werden tierärztlich versorgt, kastriert und später, falls sie sich nicht integrieren lassen, an den bekannten Fang- und Futterstellen wieder ausgesetzt oder auf nahe gelegenen Bauernhöfen untergebracht, die wir dann betreuen und mit Futter versorgen.

Im letzten Jahr haben wir 38 Hunde jeder Art und Größe in unserer Obhut gehabt. Sie kamen, d. h. sie wurden von uns aus miseren Verhältnissen geholt. Teils mit Hilfe der Polizei und des Kreisveterinäramtes. Sie waren ausgesetzt und als nicht gewollte Geschenkartikel wieder abgegeben Mißhaltungen, Mißbrauch und Prügeleien mit Nachfolgeverletzungen, die einen sofortigen Tierarztbesuch nötig machten, runden das Bild ab.

Es ist mir manchmal unverständlich, wie ein Tier aus diesen Verhältnissen jemals wieder Vertrauen zum Menschen haben kann. Auf diese Vermittlungen, denen unzählige Telefonate und Kontrollfahrten vorangehen, sind wir mit Recht stolz. Für fast all diese Tiere - ob Hund, Katze, Kaninchen, Pferde usw. haben wir ein gutes kontrolliertes Zuhause gefunden. Dass wir auch Kleintiere in unsere Obhut und Pflege nehmen, versteht sich von selbst, wie:

2 Papageien
3 Nymphensittiche
9 Wellensittiche
11 Tauben
4 Greifvögel, die uns der Falkenhof abgenommen hat
1 Schwan
9 Igel, Dutzende aus dem Nest gefallene Jungvögel
5 Schildkröten
1 meldepflichtiger Leguan (nach Sachsenhausen gebracht)
26 Meerschweinchen verschiedener Rassen
14 Zwerghasen
7 Farbratten
2 Haflinger und
1 Islandpony

Einige Erfolge hat uns auch die Politik beschert. Endlich sollen die Subventionszahlungen für die entsetzlichen Tiertransporte eingestellt werden und die Ständerhaltung für Pferde wurde verboten.

Insgesamt haben wir zwei Strafanzeigen gestellt. Außerdem musste ich 34 Verwarnungen aussprechen. Es wurden 43 Kontrollfahrten im Einsatz gefahren.

Lassen Sie mich noch anmerken, dass natürlich der gesamte Schriftverkehr des Vereins zu erledigen ist, außerdem haben wir eine gewisse Präsenz zu zeigen – bei Verbindungen die gepflegt werden müssen. Informationsgespräche, Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit gehören dazu wie unsere Basare Ostern und Weihnachten. Leider konnten wir im letzten Jahr keine Eier verkaufen, da kontrollierte Freilandeier nicht zu bekommen waren.

Missstände im Umgang mit Tieren in unserer Gesellschaft und Tiere in Not fordern uns täglich heraus. Deshalb müssen wir unseren Bereich durch unsere Arbeit und unser Verhalten die Verbesserung und Sensibilisierung für den Tierschutz fördern und vorantreiben. Wir können die Welt nicht verändern, aber vor unserer Haustür sollten wir anfangen. Noch nie haben Tiere mehr gelitten als heute! Qualvolle Tiertransporte, grenzenlose Tierproduktionen und Tierversuche zeigen uns: Der Mensch sieht nur sich selbst, er hat den Respekt gegenüber Tieren als Mitgeschöpfe verloren!

Deshalb muss es Tierschutz geben - wenngleich Tierschutz kein Anlass zur Freude ist, sondern eine Aufforderung sich zu schämen, dass wir ihn überhaupt brauchen.

Das war der Überblick der geleisteten Vereinsarbeit des Jahres. Ich denke, wir können zufrieden sein und danke Ihnen.

Ehrung

Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich unser Verein auch im vergangenen Jahr positiv entwickelt hat. Dies ist insbesondere auch ein Verdienst unserer Mitglieder die uns über Jahre die Treue halten. Alle Einsätze sind ehrenamtlich und unentgeltlich.

Bericht der Schatzmeisterin
Frau Henkel verliest ihren Bericht. Es wurden keine Beanstandungen festgestellt.

Bericht der Kassenprüfer
Die Kasse wurde von Frau Ringel und Frau Fischer geprüft. Es wurden keine Beanstandungen festgestellt.

Entlastung des Vorstandes
Herr Sassenberg beantragt die Entlastung des Vorstandes. Diesem wird zugestimmt.

Neuwahl der Kassenprüfer
Herr Sassenberg und Frau Holthausen werden als Kassenprüfer vorgeschlagen und gewählt.

Helga Brille
1. Vorsitzende

 

Alle Einsätze sind ehrenamtlich und unentgeldlich.